Die klinische Psycho-Neuro-Immunologie

Die Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) ist die Wissenschaft, die sich mit dem Zusammenspiel der einzelnen Steuerungszentren im menschlichen Körper befasst. Zu diesen Steuerungszentren zählen unter anderem das Psychosoziale System, der Bewegungsapparat, das Immunsystem, das Nervensystem und das hormonelle Zusammenspiel. Wie wirkt sich Stress auf den Körper aus? Wie wird der Energiestoffwechsel reguliert? Wirkt sich eine veränderte Darmflora auf die Stimmung aus? Das sind nur Beispiele für  typische Fragestellungen der PNI, basierend auf der Erkenntnis, dass jedes Organ, jede einzelne Zelle fortwährend mit anderen Zellen kommuniziert. Unser Gehirn beeinflusst  z.B. auf verschiedene Weise das Immunsystem und das Immunsystem wiederrum unser Gehirn. Somit ist der Mensch in sich ein Netzwerk gleichzeitig aber auch Teil eines Netzwerks. Dieses Netzwerk besteht aus den sozialen Strukturen in denen sich ein Mensch befindet.

Mit Robert Ader als experimentelle Wissenschaft innerhalb der klinischen Psychiatrie angefangen hat sich die Psycho-Neuro-Immunologie durch wissenschaftliche Arbeiten von Andrew Miller, Charles L. Raison, Robert Dantzer, Michael Irwin, Keith Kelly, Steven Maier, Ron Glaser, Janice Kiecolt-Glaser, Michael Maes, Hymie Anisman, Raz Yirmiya, George Solomon, Norman Cousins und anderen heutzutage ein stabiles Fundament erarbeitet. Durch die fachübergreifende Lehrtätigkeit von Bram van Dam und Leo Pruimboom konnte die Psycho-Neuro-Immunologie als klinische Psycho-Neuro-Immunologie in den therapeutischen Alltag integriert werden.

Die klinische Psycho-Neuro-Immunologie betrachtet das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Steuerungszentren des Körpers und entwickelt Möglichkeiten der Regulierung dieser Systeme durch gezielte Intervention.

Die kPNI bringt die Erkenntnisse der PNI in die Praxis und nutzt ihre Erkenntnisse um therapeutische Interventionen und prophylaktische Ansätze zu entwickeln, damit chronische Krankheiten gar nicht erst entstehen können. Hierbei stehen immer der Mensch und seine körpereigene Regenerationsfähigkeit im Vordergrund. Die evolutionäre Entwicklung des Menschen dient als Basis für therapeutische Ansatzmöglichkeiten.

Die Anwendung kann als ärztliche Behandlung oder als therapeutische oder präventive Beratung erfolgen um chronische Symptome und Erkrankungen zu behandeln oder den Verlauf der Erkrankung sekundär-präventiv positiv zu beeinflussen.

Wenn Sie weitere Fragen zur kPNI haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Für ausführlichere Informationen lesen Sie gerne auch die Interwiews mit unseren Vorstandsmitgliedern Tom Fox und Sebastian Schwarz in der Zeitschrift Physiopraxis.

 

pdfPhysiPhysiopraxis Mai 2014opraxis 05/14 

pdfPhysiopraxis 10/13

 

 Mit freundlicher Genehmigung des Georg Thieme-Verlages.