Die klinische Psycho-Neuro-Immunologie

Die Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) ist die Wissenschaft, die sich mit dem Zusammenspiel der einzelnen Systeme im menschlichen Körper befasst. Zu diesen Systemen zählen unter anderem das psychosoziale System, der Bewegungsapparat, das Immunsystem, das Nervensystem und das hormonelle System.

Wie wirkt sich Stress auf den Körper aus? Wie wird der Energiestoffwechsel reguliert? Wirkt sich eine veränderte Darmflora auf die Stimmung aus?

Das sind nur Beispiele für  typische Fragestellungen der PNI, basierend auf der Erkenntnis, dass jedes Organ, jede einzelne Zelle fortwährend mit anderen Zellen kommuniziert. So beeinflusst unser Gehirn z.B. auf verschiedene Weisen das Immunsystem aber auch das Immunsystem beeinflusst unser Gehirn. Somit ist der Mensch in sich ein Netzwerk, gleichzeitig aber auch wieder selbst Teil eines größeren Netzwerks, beispielsweise seinen sozialen Strukturen. 

Mit Robert Ader als experimentelle Wissenschaft innerhalb der klinischen Psychiatrie angefangen hat sich die Psycho-Neuro-Immunologie durch unzählige wissenschaftliche Arbeiten heutzutage ein stabiles Fundament erarbeitet. Durch die fachübergreifende Lehrtätigkeit von Dr. Bram van Dam und Dr. Leo Pruimboom konnte die Psycho-Neuro-Immunologie als klinische Psycho-Neuro-Immunologie in den therapeutischen Alltag integriert werden.

Die klinische Psycho-Neuro-Immunologie betrachtet das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Systeme des Körpers und entwickelt Möglichkeiten der Regulierung dieser Systeme durch gezielte Interventionen. 

Die kPNI bringt die Erkenntnisse der Forschung in die Praxis und nutzt ihre Erkenntnisse, um therapeutische Interventionen und prophylaktische Ansätze zu entwickeln, damit chronische Krankheiten gar nicht erst entstehen können. Hierbei stehen immer der Mensch und seine körpereigene Regenerationsfähigkeit im Vordergrund. Die evolutionäre Entwicklung des Menschen dient als Basis für therapeutische Ansatzmöglichkeiten.

„Die kPNI versucht, die verschiedensten Aspekte, die zu gesundheitlichen Problemen führen, wieder zusammenzuführen und in der Alltagspraxis umzusetzen.“

Die Anwendung kann als ärztliche Behandlung oder als therapeutische oder präventive Beratung erfolgen um chronische Symptome und Erkrankungen zu behandeln oder den Verlauf der Erkrankung sekundär-präventiv positiv zu beeinflussen.

Wichtige Interventionen innerhalb der kPNI sind hierbei: 

  • Auslösen von Verhaltensänderungen
  • Deep Learning
  • Nahrung als Medizin
  • Spezifische Behandlung mit natürlichen Substanzen und Nährstoffen
  • Unterstützung durch Bewegung
  • Chronotherapie

„Wenn man ein Symptom nur aus einem Blickwinkel betrachtet, findet man nur eine Art der Intervention. Wenn man das Symptom von allen Seiten ansieht, finden sich auch verschiedenartige Lösungen, die synergistische Effekte auslösen können.“

Wenn Sie weitere Fragen zur kPNI haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an uns: info@kpni.de.

Für ausführlichere Informationen lesen Sie gerne auch die Interwiews mit Tom Fox und Sebastian Schwarz in der Zeitschrift Physiopraxis.